Studie Sport Kanton Zürich 2014

Die Studie «Sport im Kanton Zürich» ist Teil einer nationalen Erhebung, die vom Observatorium Sport und Bewegung Schweiz nach 2003 und 2008 bereits zum dritten Mal durchgeführt wurde. Neben Vergleichswerten zur Gesamtschweiz liefert die Studie somit auch Angaben zur Entwicklung der letzten Jahre.

2796 Zürcherinnen und Zürcher haben ausführlich über ihr Sportverhalten, ihre Sportbedürfnisse und ihre Einschätzung der Sportförderung Auskunft gegeben.

Zürcherinnen und Zürcher treiben viel Sport

Die früheren Studien hatten eine deutliche Zunahme der sportlichen Aktivität zwischen 2003 und 2008 festgestellt. Seit 2008 hat sich diese auf hohem Niveau stabilisiert: 72 Prozent der Zürcherinnen und Zürcher treiben mindestens einmal wöchentlich Sport. Die Zürcherinnen und Zürcher sind polysportiver geworden. Die beliebtesten Sportarten sind Wandern, Radfahren und Schwimmen. Frauen sind heute ebenso häufig sportlich aktiv wie Männer. Die Sportaktivität der 30- bis 44-Jährigen ist zwar deutlich geringer als in jüngeren Jahren, bleibt danach aber bis ins höhere Alter erstaunlich konstant. Der Anteil an Nichtsportlerinnen und Nichtsportlern hat sich gegenüber 2008 leicht erhöht.

Zunahme der Anzahl Mitglieder im Fitnesscenter

22 Prozent der Befragten sind Mitglied in einem Sportverein. In den letzten Jahren kam es im Kanton Zürich zu einer Zunahme der Mitglieder in Fitnesscentern. Mittlerweile besitzen ebenfalls 22 Prozent eine solche Mitgliedschaft.

Positive Bewertung der Sportangebote im Kanton Zürich

41 Prozent der Zürcherinnen und Zürcher üben Sport unabhängig von Vereinen und Fitnesscentern aus. Dies geschieht am häufigsten in der freien Natur. Wanderwege, Bergbahnen, Velorouten oder Bäder erfreuen sich grosser Beliebtheit. Für jene, die regelmässig Sport treiben, spielen Turn- und Sporthallen sowie Fitnesscenter eine wichtige Rolle. Grundsätzlich werden die Sportmöglichkeiten und Sportangebote in der Wohngemeinde und der näheren Umgebung gut benotet.

Naturerlebnis, Gesundheit und Spass

Sport hat im Kanton Zürich ein ausgezeichnetes Image. Hauptmotive für das Ausüben von Sport sind Gesundheit, Freude an der Bewegung sowie Spass und Fitness. Ebenso wichtig sind der Bezug zur Natur und das Abschalten vom Alltag. Nur selten wird Sport in Zusammenhang mit Pflicht, Betrug oder Gewalt gebracht. Sowohl Sportlerinnen und Sportler als auch Nichtsportlerinnen und Nichtsportler haben ein positives Sportbild.

Die Sportaktivität hängt von sozialen Faktoren ab

Häufigste Ursache für Sportabstinenz ist Zeitmangel. Zwei Fünftel der Inaktiven möchten aber eine sportliche Aktivität beginnen oder wieder aufnehmen. Generell weniger sportlich aktiv oder gänzlich inaktiv sind Personen mit niedrigem Bildungsstand oder tiefem Einkommen. Dasselbe gilt für Personen mit Migrationshintergrund.

Studienergebnisse bestärken bestehende Fördermassnahmen

Die Zürcher Bevölkerung spricht sich klar für eine breite Sportförderung aus, wobei insbesondere ein Ausbau der Jugendsport- und Nachwuchsförderung erwünscht ist. Die Ergebnisse der Studie stärken die bestehenden Massnahmen, basierend auf dem sportpolitischen Konzept des Regierungsrats, zugunsten der Jugend- und Breitensportförderung.

Als Unterstützung der positiven Weiterentwicklung des Sports im Kanton Zürich werden die bisherigen Schwerpunkte beibehalten bzw. verstärkt gefördert, darunter der Vereinssport, der freiwillige Schulsport, der sportliche Nachwuchs sowie die lokale Sportförderung.