Kantonale Sportkonferenz 2017

17.03.2017 - Mitteilung

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An der dritten kantonalen Sportkonferenz am Donnerstag, 16. März 2017, diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Gemeinden und Städten zusammen mit dem Sportamt des Kantons Zürich unter dem Motto «Sport im öffentlichen Raum» verschiedene Möglichkeiten zur Förderung einer sportfreundlichen Wohnumgebung.

Da unsere Sportaktivität und vor allem die Bewegungsaktivität der Kinder und Jugendlichen durch das örtliche Umfeld beeinflusst werden, kommt attraktiven, frei zugänglichen Sporträumen eine immer wichtigere Bedeutung zu. Für die Förderung der Sportaktivität leisten der Erhalt, die Neugestaltung und die Schaffung von Sportmöglichkeiten im öffentlichen Raum einen wichtigen Beitrag. Dies ist Herausforderung und Chance zugleich.

Regierungspräsident Mario Fehr betonte in seinem Grusswort die Bedeutung der Sportinfrastruktur für die Sportförderung. Und er gab zu bedenken, dass diese mehr als nur genormte Spielfelder und Sporthallen umfasst. Dr. Bettina Bringolf gab den Anwesenden einen Überblick über ihre Erkenntnisse im Bereich der Bewegungstätigkeit von Kindern und Jugendlichen im direkten Wohnumfeld. Sie ist Mitverfasserin der SOPHYA Studie (Swiss children’s Objectively measured PHYsical Activity), die das Bewegungsverhalten von 6-16-jährigen Kindern aus der Schweiz anhand von Beschleunigungsmessern und Fragebogen erfasste. Prof. Dr. Robin Kähler, Experte für Sport und Stadtentwicklung, plädierte zu Beginn seines Referats für ein Sportverständnis, das über die traditionellen Sportarten hinausgeht, und betonte die Bedeutung von Sport und Bewegung ausserhalb der organisierten Strukturen. Im zweiten Teil zeigte er daraufhin konkrete Konzepte und Umsetzungsideen zur bewegungs- und sportfördernden Gestaltung des öffentlichen Raums auf.

Nach der Pause wurden dann Praxisbeispiele aus dem Kanton Zürich vorgestellt und diskutiert. Stefano Kunz, Stadtrat Schlieren, gab Einblick in die Stadtentwicklung in Schlieren. Hannes Tschudin vom Sportamt Winterthur präsentierte sein Projekt «Pumptrack on Tour», eine Tour eines mobilen Pumptracks auf Schulhausarealen. Und Lorenz Ursprung von der Stiftung Vita Parcours zeigte die Möglichkeit zur Sportförderung im öffentlichen Raum mit einer Zurich vitaparcours Power Station auf. Alle Teilnehmenden tauschten sich intensiv zu den vorgestellten Praxisbeispielen aus und brachten Ihre Meinungen dazu ein.

Durch mehr Sporträume wird die Sportfreundlichkeit und damit die Standortattraktivität der Gemeinden und Städte erhöht. Die Referenten sowie die Teilnehmenden sind sich einig, dass eines der zentralen Elemente bei der Umsetzung von Projekten im öffentlichen Raum die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Ämter und Fachbereich ist. Nur wenn alle Interessen einbezogen und alle Kräfte genutzt werden können, kann ein Projekt entstehen, das der Bevölkerung einen grossen Mehrwert bringt. 

 

Austausch zu Beispielen aus der Praxis

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