Nachwuchsförderung im Kanton Zürich

Ausgangslage

Rund 2800 Athletinnen und Athleten im Kanton Zürich werden von Swiss Olympic als Sporttalente anerkannt. Zahlreiche weitere sportbegabte Kinder und Jugendliche leben im Kanton Zürich. Sie absolvieren ein zeitintensives Training und erbringen überdurchschnittliche Leistungen.

Im Kanton Zürich gibt es rund 70 Leistungszentren in diversen Sportarten sowie 5 anerkannte Sportschulen, eine spezialisierte Stelle für Berufs- und Laufbahnberatung, eine Koordinationsstelle für leistungssportfreundliche Lehrstellen sowie eine kantonale Beauftragte für Nachwuchsförderung.

Im sportpolitischen Konzept des Kantons Zürich wird die Förderung von besonders talentierten Kindern und Jugendlichen als spezifische Aufgabe des Kantons aufgeführt. Das Sportamt wurde beauftragt, das kantonale Konzept zur Förderung des sportlichen Nachwuchses umzusetzen.

Ziele

Die Hauptzielsetzung des Kantons Zürich in der Nachwuchsförderung unterscheidet sich von derjenigen auf nationaler Ebene. Während auf nationaler Ebene internationale Leistungsvergleiche in weltweit verbreiteten und olympisch anerkannten Sportarten im Vordergrund stehen, werden auf kantonaler Ebene in erste Linie geeignete Rahmenbedingungen für den Nachwuchsleistungssport gewährleistet.

Konzept

Im «Konzept Nachwuchsförderung Sport des Kantons Zürich» werden Handlungsbereiche und Schwerpunkte definiert. Die gute Vereinbarkeit von Schul-/Berufsbildung und sportlicher Laufbahn von Sporttalenten nimmt darin eine zentrale Rolle ein.

Die meisten anerkannten Sporttalente besuchen die Regelschule an ihrem Wohnort. Sporttalente haben jedoch aufgrund ihres hohen Trainingsaufwands und der Trainings- und Wettkampfzeiten besondere Bedürfnisse bezüglich der Schulstrukturen. Mit 5 anerkannten Kunst- und Sportschulen auf Sek l und ll wird dieser besonderen Situation Rechnung getragen.

Die sportliche Förderung der Talente erfolgt in erster Linie in den Vereinen und Verbänden. Die Rolle des Kantons in der Nachwuchsförderung besteht darin, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen, innerhalb derer sich der privatrechtlich organisierte Sport positiv entfalten kann. Förderbeiträgen an die Leistungszentren für die Anstellung und Weiterbildung von qualifiziertem Trainerpersonal tragen zur Stärkung der Strukturen bei. Diese Förderbeiträge werden aufgrund der Kriterien von Swiss Olympic und dem Bundesamtes für Sport geleistet. Mit Projektbeiträgen für den Auf- und Ausbau neuer Leistungszentren, befristeten Traineranstellungen oder speziellen Vorbereitungen auf wichtige Sportanlässe unterstützt das Sportamt Leistungszentren, Verbände und Sportschulen bei innovativen, nachhaltigen Projekten für den Nachwuchsleistungssport.

Weiter werden Athletinnen und Athleten mit der kantonalen Athletenförderung speziell im Übergang von Nachwuchs zu Elite direkt unterstützt. Die Beiträge stehen im Zusammenhang mit den Förderbeiträgen der Stiftung Schweizer Sporthilfe.

Um die Rahmenbedingungen für Sporttalente zu optimieren, braucht es eine enge Zusammenarbeit zwischen den Schulen, Sportvereinen und -verbänden sowie den zuständigen Stellen der öffentlichen Hand. Eine Kommission für Nachwuchsförderung, unter der Führung der Sicherheitsdirektion gibt als strategisches Gremium die Richtung vor.

Als zentrale Anlaufstelle koordiniert die kantonale Beauftragte für Nachwuchsförderung die Anliegen der Nachwuchsförderung und steht dabei in direkter Verbindung mit den Instanzen des Sports und der Bildung.

Für die Umsetzung der Nachwuchsförderung stehen jährlich bis 1.5 Mio. Franken aus dem Sportfonds zur Verfügung.